{"id":584,"date":"2013-03-12T19:03:56","date_gmt":"2013-03-12T19:03:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bsv-buesum.de\/?page_id=584"},"modified":"2013-03-12T19:20:44","modified_gmt":"2013-03-12T19:20:44","slug":"unsere-steganlagen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bsv-buesum.de\/?page_id=584","title":{"rendered":"Unsere Steganlagen"},"content":{"rendered":"<p>Am 14.Juni 1975 wurde der erste Sportbootanleger im B\u00fcsumer Hafen von der Gemeinde B\u00fcsum, der Kurverwaltung und dem Vorstand des B\u00fcsumer Segler Vereins (BSV) eingeweiht.<br \/>\nHergestellt von der Firma Mensen Marina in Holland, wurde der Anlage eine voraussichtliche Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren zugrunde gelegt.<br \/>\nDer Oberbau der Anlage bestand aus Tropenholz, der Unterbau aus Fiberglas \/ Epoxy beschichteten Styroporbl\u00f6cken.<br \/>\nDie Anlage geh\u00f6rte der Gemeinde B\u00fcsum, und wurde von der Kurverwaltung betrieben.<br \/>\nFestliegepl\u00e4tze an den Auslegern wurden direkt von der Kurverwaltung vergeben, Gastlieger erhielten ihren Liegeplatz vom Hafenmeister, an den sie auch die Liegegeb\u00fchr entrichteten.<br \/>\nReparaturen an der Anlage, sowie das Ein- und das Ausschwimmen besorgten die bei der Kurverwaltung angestellten Handwerker.<br \/>\nIm Jahr 1996\u00a0 beschloss die Gemeinde B\u00fcsum den B\u00fcsumer Segelhafen, aus Kostengr\u00fcnden, abzugeben. K\u00e4ufer f\u00fcr die Anlage sowie Betreiber f\u00fcr den Segel Hafen wurden gesucht. Die Liegepl\u00e4tze der Dauerlieger gek\u00fcndigt.<br \/>\nDamit der BSV sein, wenn auch nicht offizielles Mitspracherecht in Punkto Segelhafen, Wassertiefen etc, welches er bei der Kurverwaltung doch hatte\u00a0 nicht verlieren, immerhin trugen die Segler des BSV zu einem nicht unerheblichen Teil zur Finanzierung der Anlage bei, und auf einen kommerziellen Betreiber des Hafen<br \/>\nangewiesen sein w\u00fcrde, \u00fcberlegte man beim BSV ob man die Anlage \u00fcbernehmen solle, um den Segelhafen in eigener Regie zu betreiben.<br \/>\nDer BSV trat in Verhandlungen mit der Kurverwaltung B\u00fcsum ein.<br \/>\nIm Jahr 1997 einigten sich die Kurtverwaltung und die Vertreter des BSV \u00fcber die Bedingungen der \u00dcbernahme. Unmittelbar danach \u00fcbernahm der BSV f\u00fcr Eine symbolische Deutsche Mark die Anlage mit allen Rechten und Pflichten.<br \/>\nReparaturen, Ein &#8211; Ausschwimmen, sowie die Sicherheit der Anlage, Festlegung der Liegegeb\u00fchren sowie die Vergabe der Liegepl\u00e4tze lag von nun an in den H\u00e4nden des BSV.<br \/>\nViele neue Aufgaben und Verantwortungen kamen \u00fcber Nacht auf den Verein zu.<br \/>\nDas Ein &#8211; Ausschwimmen der Anlage wurde von nun an unter gro\u00dfer Teilnahme der BSV Mitglieder mit viel Kraft, nassen F\u00fcssen und dem einen oder anderen unfreiwilligen Bad fast bei jedem Wetter, durchgef\u00fchrt.<br \/>\nLag die Anlage bei Ebbe auf dem Trockenen, wurden notwendige Reparaturen durchgef\u00fchrt. Material hierf\u00fcr und die Koordinierung der Arbeiten wurde von den, vom Vorstand eingesetzten, Obm\u00e4nnern organisiert bzw. vorgenommen.<br \/>\nReparaturbed\u00fcrftige Ausleger wurden abgebaut und in die BSV eigene Werkstatt neben den runden Bootshallen, transportiert.<br \/>\nDie n\u00f6tigen Arbeiten wurden dann an Wochenenden durchgef\u00fchrt. Diese<br \/>\n\u201e Arbeits Wochenenden\u201c wurden bald zu einem Kult. W\u00e4hrend die m\u00e4nnlichen BSV Mitglieder mit den Reparaturen besch\u00e4ftig waren, dabei<br \/>\nviel redeten und Erlebnisse und Anekdoten der vergangenen Saison austauschten, sorgten die weiblichen Mitglieder des BSV f\u00fcr die Mittagspause. Verpflegung einschlie\u00dflich Getr\u00e4nke ( nicht nur Tee!!! ) wurden besorgt und auf einer Holzplanke angerichtet.<br \/>\nDiese gemeinsamen Arbeiten brachten den Verein n\u00e4her zusammen und integrierte neue Mitglieder schneller als es sonst der Fall gewesen w\u00e4re. Retten konnten diese arbeitsreichen Wochenenden die Anlage nicht. Von Saison zu Saison wurde die Anlage merklich schlechter.<br \/>\nDie Reparaturkosten nahmen zu, die Sicherheit der Anlage f\u00fcr die Segler, die G\u00e4ste, unsere Jugend und Besucher nahm ab. Der Druck auf den BSV die Anlage zu ersetzen nahm mehr und mehr zu.<br \/>\nHinzu kam, dass Gastlieger\u00a0 sich \u00fcber die Sicherheit der Anlage \u00f6ffentlich auslie\u00dfen und\u00a0 andeuteten,\u00a0 B\u00fcsum in Zukunft nicht mehr anzulaufen, sollte die Sicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit der Stege und Ausleger nicht verbessert werden.<br \/>\nEs musste gehandelt werden bevor die bestehende Anlage g\u00e4nzlich unbrauchbar war, oder ein gr\u00f6\u00dferer Unfall passieren w\u00fcrde.<br \/>\nDie Planung f\u00fcr die neue Schwimmsteganlage begann im Herbst 2000. Prospekte von verschiedenen Bootsteg und Marina Herstellern wurden angefordert. Das eingegangene Material wurde von einem Team des BSV durchgesehen, analysiert und zur Vorlage f\u00fcr die BSV Mitglieder auf einer au\u00dferordentlichen Mitgliederversammlung vorbereitet. Hierbei wurden zur Entscheidungsfindung Kriterien, wie Kosten, Vertr\u00e4glichkeit mit den Wetterbedingungen an der Nordsee, Lieferzeit, Gewicht der einzelnen<br \/>\nKomponenten der Anlage, Entfernung zum Hersteller,\u00a0 sowie die Referenzen, die\u00a0 der Hersteller aufzuweisen hatte, ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nDie Finanzierung der Anlage, die der BSV aus eigenen Anstrengungen\u00a0\u00a0 bewerkstelligen musste, war ein anderes und nicht ganz kleines Problem. R\u00fccklagen waren zwar vorhanden aber bei weitem nicht in der H\u00f6he, die f\u00fcr den Erwerb der Anlage n\u00f6tig waren.<br \/>\nZur Wahl standen Anlagen mit Beton-, Eisen-, Plastik- und Aluminium\u2013 Schwimmern.<br \/>\nDa die Anlage ohne gro\u00dfe technische Hilfsmittel, von den Mitgliedern des BSV jedes Jahr von neuem ein-und ausgeschwommen werden musste, kam eigentlich nur eine robuste aber leichte Konstruktion in Frage.<br \/>\nMan entschied sich f\u00fcr eine Aluminium Anlage aus B\u00fcttelsdorf. Der Hersteller, Alu-Bau, hatte Erfahrung mit der Entwicklung und dem Bau von Marinas, die in der Nordsee und nicht nur hier, im Einsatz waren und konnte die n\u00f6tigen Referenzen aufweisen.<br \/>\nAllerdings waren dieses nicht die einzigen Kriterien, die zu der Entscheidung f\u00fcr B\u00fctteldorf f\u00fchrten. Kosten, Lieferzeit und Eigenleistung, sowie Zahlungsbedingungen, die der Verein aushandeln konnte, trugen zu einem nicht unerheblichen Teil zur Entscheidung bei.<br \/>\nDie Verhandlungen mit Alu-Bau begannen und wurden von den BSV \u2013 Vertretern mit gro\u00dfer Intensit\u00e4t, und immer unter der Ber\u00fccksichtigung des kleinen Budgets, das dem Verein zur Verf\u00fcgung stand, gef\u00fchrt.<br \/>\nParallel hierzu\u00a0 war im Verein die Debatte \u00fcber die Finanzierung im<br \/>\nvollen Gange. Da in der Vereinskasse bei weitem nicht das Geld vorhanden war, was zum Kauf einer solchen Anlage ben\u00f6tigt wurde, kam es zu heftigen und kontroversen Diskussionen. Ein Kredit von Geldinstituten wurde ausgeschlagen. Man einigte sich dann darauf, von den Mitgliedern des BSV, die die alte Anlage in Anspruch nahmen und die neue Anlage in Anspruch nehmen wollten einen Baukostenzuschuss, dessen H\u00f6he f\u00fcr alle Beteiligten gleich war, zu erheben.<br \/>\nDer Baukostenzuschuss wurde so berechnet, dass er \u00fcber 12 Jahre als Nutzungsrecht festgeschrieben wurde (Nicht Liegegeb\u00fchr!!).<br \/>\nBei einer vorzeitigen K\u00fcndigung des Nutzungsrechts w\u00fcrde dann dem betreffenden Mitglied f\u00fcr jedes Jahr, das an der Vertragsdauer von 12 Jahren\u00a0 (01.04.03 \u2013 31.03.15) fehlte, 1\/12 des geleisteten Baukostenzuschusses zur\u00fcckerstattet werden.<br \/>\nNeue Mitglieder, die nach der Fertigstellung die Anlage benutzen wollten und wollen, mussten und m\u00fcssen sich ein Nutzungsrecht kaufen.<br \/>\nDer BSV beantragte au\u00dferdem eine Beihilfe vom LSV.<br \/>\nDie Kosten f\u00fcr die Neuenausleger\u00a0 wurden, \u00e4hnlich wie der Hauptsteg, auf die Mitglieder verteilt, es sei denn man wollte sich eine Beteiligung an einem Ausleger mieten. Hier wurde keine Zeitbegrenzung festgelegt.<br \/>\nIm Herbst 2002 wurde die Anlage in Auftrag gegeben. Die Lieferung sollte im Fr\u00fchjahr 2003 erfolgen.<br \/>\nDer Auftrag an ALU \u2013 BAU beinhaltete alle notwendigen Teile, um den Steg<br \/>\nim Fr\u00fchjahr 2003 in Betrieb nehmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Winter 2002 \/ 2003 wurden alle\u00a0 Teile, die nicht im Lieferumfang von ALU \u2013 BAU enthalten waren bzw. aus Kostengr\u00fcnden vom BSV herausgenommen wurden, wie Stroms\u00e4ulen, Wasseranschl\u00fcsse, Beleuchtung der Steganlage, Holzbel\u00e4ge des Hauptsteges und Rettungseinrichtungen, von den Mitgliedern des BSV angefertigt. Zum Teil konnten Teile der alten Anlage soweit restauriert werden, dass sie f\u00fcr die neue Anlage verwendet werden konnten. Hier kann man insbesondere die Stroms\u00e4ulen erw\u00e4hnen.<br \/>\nDas Einsetzen der neuen Schwimmstege und Ausleger im Fr\u00fchjahr 2003 wurde von den Mitgliedern des BSV, unter Einweisung des Herstellers, ohne Schwierigkeiten vollzogen.<br \/>\nTeile, die vom BSV hergestellt wurden, wurden ebenfalls eingebaut, die Elektrik angeschlossen, von\u00a0 Fachkr\u00e4ften abgenommen; Wasseranschl\u00fcsse und Beleuchtung nach und nach installiert.<br \/>\nDie \u201eneue Steganlage\u201c war somit betriebsbereit und konnte benutzt werden.<br \/>\nIm R\u00fcckblick kann man sagen, dass die Entscheidung sich von der maroden alten Anlage, die durch dauernde Reparaturen viel Geld kostete und bei weitem nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprach zu trennen, eine richtige Entscheidung war.<br \/>\nDie Planung und Durchf\u00fchrung, die zum Erwerb dieser neuen modernen Steganlage f\u00fchrten, wurden professionell durchgef\u00fchrt und haben dem B\u00fcsumer Segler Verein Ansehen bei neuen und alten<br \/>\nGastliegern sowie der Gemeinde B\u00fcsum und dem LSV verschafft.<br \/>\n\u201e28 Jahre nach der Inbetriebnahme des B\u00fcsumer Segelhafens, der von der Gemeinde B\u00fcsum gebaut und von der Kurverwaltung betrieben wurde, und 42 Jahre nach der Gr\u00fcndung des BSV, bekam der\u00a0 B\u00fcsumer Segler Verein seine eigene \u201eNeue und Moderne\u201c Steganlage.<br \/>\nEine gro\u00dfe, von den Mitgliedern des BSV selbst finanzierte, Leistung.<br \/>\nrs<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14.Juni 1975 wurde der erste Sportbootanleger im B\u00fcsumer Hafen von der Gemeinde B\u00fcsum, der Kurverwaltung und dem Vorstand des B\u00fcsumer Segler Vereins (BSV) eingeweiht. 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