{"id":340,"date":"2013-02-10T11:41:00","date_gmt":"2013-02-10T11:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bsv-buesum.de\/?page_id=340"},"modified":"2013-02-10T11:41:00","modified_gmt":"2013-02-10T11:41:00","slug":"jugend-in-den-sechzigern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bsv-buesum.de\/?page_id=340","title":{"rendered":"Jugend in den Sechzigern"},"content":{"rendered":"<p>Die Jugendabteilung in den sechziger Jahren<\/p>\n<p>Im April 1970 ereignete sich auf dem Ankerplatz in B\u00fcsum ein nie zu erwartendes Spektakel.<\/p>\n<p>Unser damaliger Jungendwart Hans Georg Balzer hatte es erm\u00f6glicht, in Zusammenarbeit mit unserem 1.Vorsitzenden, Hein L\u00fctje, der Jugend 3 nagelneue 470-er-Jollen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Mit einem Mal war B\u00fcsum ein Leistungszentrum dieser sehr, sehr schnellen Zwei- mann-Jolle geworden. Mit einer Bootstaufe der besonderen Art wurde diese drei Schiffe ih-rem Element, n\u00e4mlich dem Wasser, \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Zu Ehren von drei wichtigen Personen aus dem unmittelbaren Umfeld des B\u00fcsumer Segler-vereins wurden die Schiffe auf die Namen \u201eBig Willem,\u201c in Anlehnung an Wilhelm Hinrichs vom Meldorfer Segelverein, \u201eSchneider,\u201c zu Ehren des damaligen B\u00fcrgermeisters Ernst Hein-rich Dethlefs und last but not least \u201eK\u00e4pt\u00b4n Hein,\u201c zu Ehren unseres damaligen ersten Vorsit-zenden getauft.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus erhielten auch acht \u201eOptis\u201c ihre Taufe, denn zum Weihnachtsfest des vorheri-gen Jahres waren unter den Christb\u00e4umen in B\u00fcsumer Wohnzimmern nicht weniger als sechs neue Optimisten von strahlen Kinderaugen ersp\u00e4ht worden.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des B\u00fcsumer Seglervereins, Dr. Gerhard Witt, Herwig Mohr, G\u00fcnter Elsen, Hans Str\u00fcben, Otto K\u00e4hler, wollten ihren Kindern den Segelsport n\u00e4her bringen.Und so war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass die besagten V\u00e4ter in der Vorweihnachtszeit nach D\u00e4nemark gefahren waren und von der Hendriksen- Werft brandneue Optis f\u00fcr die Kin-der kauften.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine tolle Entscheidung!!!.<\/p>\n<p>Denn fortan trafen sich sehr, sehr viele Jugendliche im Hafengebiet, um mit ihren neuen Schiffen zu testen, wer denn nun das schnellste Boot bekommen hatte oder wer vielleicht doch ein etwas besserer Segler war und wem es gelang ein wenig enger an der Wendeboje vorbeizufahren.<\/p>\n<p>Namentlich sind hier zu nennen: S\u00f6nke K\u00e4hler, Andreas und Harald Mohr, Jan und Irina Witt, Carsten Elsen, Udo Steinke, Thomas Voss, Dagmar Str\u00fcben, Andrea Balzer, Kay Be-cker, S\u00f6nke Dorn. Diejenigen, die von mir vergessen wurden, m\u00f6gen es mir verzeihen.<\/p>\n<p>So blieb es dann nat\u00fcrlich auch nicht aus, dass Wochenende f\u00fcr Wochenende eine Armada mit B\u00fcsumer Optis durch Schleswig Holstein fuhr um an Regatten teilzunehmen, die nat\u00fcrlich von den Eltern \u201egecoacht\u201c wurden.<\/p>\n<p>Bereits an dem \u00fcbern\u00e4chsten Wochenende machte sich eine gro\u00dfe Flotte von drei 470-ern und f\u00fcnf Optis auf den Weg zum Pl\u00f6ner See. Die 470-er wurden gesegelt von Boci Schr\u00f6der-Burckhardt und an der Vorschot Peter Balzer, im zweiten Schiff sa\u00df an der Pinne Ernst Peter Thie\u00df und Hartmut Sch\u00fcller hing im Trapez. Das dritte Schiff wurde gesteuert von Hans J\u00f6rg Str\u00fcben mit Harald Schuhmacher an der Vorschot.<\/p>\n<p>Die etwas \u00e4lteren Jugendlichen, die sich um die 470-er \u201ck\u00fcmmern\u201c durften, erfuhren Gro\u00dfar-tiges im Verlauf der Saison.<\/p>\n<p>Ein Teilnehmer der olympischen Spiele 1936, Rolf Mulka, kam zu uns nach B\u00fcsum und hat uns trainiert!!<\/p>\n<p>Mann, war\u00b4n wir stolz.<\/p>\n<p>Ich sehe ihn noch wie heut, wenn er mit Dr. Gerd Witt in dem Motorboot neben uns herfuhr und mit lautstarken Kommandos uns das \u201eschnelle\u201c Segeln vermitteln wollte. Es war f\u00fcr uns alle schon etwas ganz, ganz besonderes.<\/p>\n<p>Unser damaliger Jugendwart Hans Balzer zog dann auch noch den deutschen Spitzensegler Walter Steding aus Hamburg an Land, der uns auch in zahlreichen Wochenendkursen einfach richtig \u201efitmachen\u201c wollte.<\/p>\n<p>Es entstand zu unseren Segelkameraden aus Brunsb\u00fcttel, die wir Woche f\u00fcr Woche mit ihrer Piraten-Flotte trafen tolle Freundschaften, die noch heute anhalten. Wenn wir uns heute auf Helgoland treffen ist es keine Seltenheit, dass ein Gespr\u00e4ch mit \u201eWei\u00dft Du noch, damals\u2026\u201c beginnt.<\/p>\n<p>Mir f\u00e4llt an dieser Stelle zum Thema \u201e Regatta-Anekdoten\u201c eine kleine Geschichten ein:<\/p>\n<p>Auf einer Regatta in Friedrichstadt kenterten Boci und ich, was unter normalen Umst\u00e4nden kein Problem darstellt, aber sehr erschwert wurde als der Masttop im Schlick steckte.<\/p>\n<p>Also einer rauf aufs Schwert, der andere ins Wasser. Es war uns durchaus klar und bewusst, dass, je weiter wir uns dem Ende des Schwertes n\u00e4herten, die Hebelgesetze effektiver wirk-ten. Leider verga\u00dfen wir das Ding mit der Sollbruchstelle. Der langen Rede kurzer Sinn:<\/p>\n<p>In der Nacht wurde bei Fiete L\u00fchr auf der Bootswerft ein neues Schwert von uns gefertigt und am anderen Morgen waren wir wieder am Start.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte einmal an dieser Stelle Segelreviere und Teilnahmen aufzeigen, bei denen wir den Stander des BSV gehisst haben: Sonderburg in D\u00e4nemark, Flensburger F\u00f6rde, Kieler Woche, Travem\u00fcnder Woche, Regatten auf der Alster, dem Pl\u00f6ner See, der Oker-Talsperre und dem Steinhuder Meer.<\/p>\n<p>Dies ist alles nur m\u00f6glich gewesen weil wir die Unterst\u00fctzung unserer Eltern hatten, die uns fast jedes Wochenende getrailert haben und durch die Zusammenarbeit mit dem Jugendwart Hans Georg Balzer, der viel, ja sehr viel f\u00fcr uns bewegt hat.<\/p>\n<p>Wer jetzt meint, dass das alles gewesen sei mit unserer \u201eJugendflotte\u201c, der irrt gewaltig.<\/p>\n<p>Eine F\u00f6hr-Jolle, ein Schwert-Zugvogel, eine Varianta und sp\u00e4ter dann noch eine Sagitta, ge-h\u00f6rten ebenfalls noch mit zu den Booten, die von Jugendlichen gesegelt wurden. Bei der An-zahl der vorhandenen Boote ist es nicht verwunderlich, dass sich t\u00e4glich zwischen 15 und 20 Jugendliche am Hafen trafen, um eben die Boote auch zu bewegen.<\/p>\n<p>Kaum dass die Boote ins Winterlage gebracht wurden, trafen wir uns in der Sporthalle des Gymnasiums. Schussi wartete.<\/p>\n<p>Mit Ausdauerlaufen am Deich, Hanteltraining in der Halle, \u201eWer kommt die Klettertaue zweimal ohne Beine hoch?\u201c forderte er uns allen damals schon eine Menge an physischer Leistung ab. Wir sollten im Fr\u00fchjahr ja wieder fit sein.<\/p>\n<p>Es g\u00e4be noch sooo viel zu erw\u00e4hnen, aber da noch weitere Artikel folgen sollen, m\u00f6chte ich an dieser Stelle enden. Enden, nicht ohne ein ehrliches \u2013Dankesch\u00f6n \u2013 auszusprechen, im Namen aller meiner Segelkameraden von damals, an den B\u00fcsumer Seglerverein , der uns dies alles erm\u00f6glicht hat<\/p>\n<p>Es war eine verdammt gute Jugendzeit am Hafen.<\/p>\n<p>Hans J\u00f6rg Str\u00fcben<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bsv-buesum.de\/wp-content\/uploads\/Jugend-in-den-60ern.pdf\">Jugend in den 60ern<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jugendabteilung in den sechziger Jahren Im April 1970 ereignete sich auf dem Ankerplatz in B\u00fcsum ein nie zu erwartendes Spektakel. Unser damaliger Jungendwart Hans Georg Balzer hatte es erm\u00f6glicht, in Zusammenarbeit mit unserem 1.Vorsitzenden, Hein L\u00fctje, der Jugend 3 nagelneue 470-er-Jollen zur Verf\u00fcgung zu stellen. 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