Ansteuerung

Büsum (54° 07,5′ N, 08° 52,0′ E) liegt am Dithmarscher Wattenmeer, genau zwischen der Eider im Norden und der mächtigen Elbe im Süden. Zwei sehr gute, tiefe Fahrwasser führen nach Büsum: die Norderpiep und die Süderpiep. Beide können zu jeder Tide befahren werden, bei der Einfahrt in die Norderpiep ist jedoch bei extremem Niedrigwasser Vorsicht geboten wegen einer Sandbarre, die dann nur noch 2-3 m Wassertiefe hat. Ansonsten sind beide Fahrwasser problemlos und die Süderpiep zudem befeuert. Die Süderpiep bietet sich an von Süden und von Helgoland kommend, während man die Norderpiep wählen würde, wenn man von Norden, also von der Eider oder aus dem Nordfriesischen Wattenmeer kommt.Den Meldorfer Hafen erreichen Sie über ein gut ausgepricktes Fahrwasser, ca. 4 sm nachdem Sie Büsum passiert haben. Von dort verkehren Busse in die Stadt.Der kleine Hafen von Friedrichskoog fällt komplett trocken und kann nur bei Hochwasser angelaufen werden.Die Eider bietet sich als Alternative zu Nord-Ostseekanal an, wenn man in die Ostsee will bzw. aus ihr kommt. Sie führt durch die landschaftlich schöne Eider-Treene-Niederung, vorbei an den geschichtsträchtigen Städten Tönning und Friedrichstadt. Die Eider mündet über den Gieselau-Kanal in den Nord-Ostseekanal. Touristische Karten der Region können über die Firma ‘kartenwerk’ bezogen werden.Als Kartenmaterial bietet sich der BSH-Kartensatz 3014 “Helgoländer Bucht” an bzw. die BSH-Seekarten (105).

Wie überall im Wattenmeer muss man mit Gezeitenströmen rechnen, in der Norder- und Süderpiep selten über 2 kn. Bei der Ansteuerung der Eider ist besondere Vorsicht geboten; zum einen wegen beträchtlicher Tidenströme im Fahrwasser (bis zu 5 kn!), zum anderen wegen teilweise sehr geringer Wassertiefen bei Niedrigwasser. Zudem ist die Eider nördlich der Linnenplatte ständigen Veränderungen unterworfen, so dass man sich die aktuellste Berichtigung (bzw. Deckblatt) besorgen sollte.